Arbeit, Qualifikation und Beschäftigungsdynamiken
Robotaxis wirken nicht nur auf Mobilität, sondern auf Arbeitsmärkte und Qualifikationsprofile. Autonome Fahrdienste verschieben Tätigkeiten entlang der Wertschöpfungskette: von fahrergebundenen Aufgaben hin zu technischen, operativen und überwachenden Funktionen. Beschäftigung verändert sich dabei strukturell, nicht abrupt.
Wegfallende Tätigkeiten konzentrieren sich vor allem auf fahrerbezogene Routinen im Personenverkehr. Gleichzeitig entstehen neue Aufgaben in Flottenbetrieb, Leitstellen, Wartung, Datenanalyse und regulatorischer Dokumentation. Diese Rollen erfordern andere Qualifikationen und eine stärkere organisatorische Einbindung, häufig gebündelt in zentralen Strukturen statt individueller Beschäftigung.
Die sozioökonomische Wirkung autonomer Fahrdienste hängt daher weniger von der Anzahl autonomer Fahrzeuge ab als von der Fähigkeit, Übergänge zu gestalten, Qualifikationen anzupassen und neue Rollen institutionell zu verankern. Entscheidend ist nicht die Substitution einzelner Tätigkeiten, sondern die Reorganisation von Arbeit entlang neuer Betriebs- und Verantwortungslogiken.